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Knoppix Installation von Knoppix auf die FestplatteInstallation:1. Booten Sie Ihren Rechner von der Knoppix-CD 2. Lilo-Bootprompt (Linux-Loader): Wenn sie über ausreichend Rechenpower verfügen, die Installation unter der graphischen Oberfläche durchzuführen, dann wählen Sie Punkt 2.1. Sollten Sie an einem schwächeren System arbeiten, so sparen Sie lieber ein paar Ressourcen für die Installation auf und machen Sie mit Punkt 2.2. weiter. 2.1. Bestätigen Sie den Bootprompt mit [Enter] und starten Sie Knoppix. Öffnen Sie ein Shell-Fenster und verschaffen Sie sich Root-Rechte durchEingabe des Befehls ,,su". 2.2. Geben sie beim Bootprompt boot: knoppix 2 ein. Das bewirkt, dass Linux im Runlevel 2 gestartet wird. Es wird also keine graphische Benutzeroberfläche gestartet, was dem eigentlichen Installationsprozess natürlich eine Menge Ressourcen freigibt. 3. Sie sind nun mit Root-Rechten ausgestattet und befinden sich auf einer Konsole. Führen Sie den Befehl root@knoppix: knoppix-installer aus, welcher sich im Verzeichnis /usr/local/bin befindet. Der Pfad braucht Sie jedoch nicht zu belasten, da er bereits in der PATH-Variable eingebunden ist. 4. Von nun an können sie den Anweisungen Ihres Rechners folgen. 4.1. Zunächst werden Sie mit dem Partitionswerkzeug cfdisk konfrontiert. Legen Sie eine Partition für das / -Verzeichnis an. Sie sollte etwa 3 GB oder größer sein. Den Partitionstyp setzten Sie auf 83 (Linux-Dateisystem). Weiterhin benötigen Sie eine Swap-Partition von wenigstens 256 MB Größe (als Faustregel gilt das anderthalbfache bis doppelte des Arbeitsspeichers). Den Typ setzen sie auf 82 (Linux-Swap). Vergessen Sie nicht Ihre Änderungen in die Partitionstabelle schreiben zu lassen, bevor Sie cfdisk beenden! Es steht Ihnen frei, weitere Partitionen zu erstellen (zum Beispiel für das /home -Verzeichnis). Anfängern sei jedoch der Einfachheit halber zu diesem Zeitpunkt davon abgeraten. 4.2. Sie werden nun gefragt, welche der gefunden Swap-Partitionen sie einbinden möchten (auf einem System sind bereits mehere vorhanden). Sie binden die Swap-Partition ein, welche Sie eben neu angelegt haben. 4.3. Im nächsten Schritt werden Sie gefragt welche Partition Sie als / -Dateisystem einbinden möchten. Wählen Sie diejenige aus, die Sie dafür angelegt haben. Anschließend müssen Sie sich für ein Dateisystem entscheiden. Zur Wahl stehen ext2, ext3, ReiserFS, und XFS. (ich habe mich hier für ext3 entschieden) ext3 wird von Linux gut unterstützt und basiert auf ext2. ext3 führt jedoch zusätzlich eine Journalfunktion. SGI's XFS ist auch ein populäres Dateisystem, genauso wie ReiserFS. Jedes Dateisystem scheint seine eigenen Vor- und Nachteile mitzubringen. Hierbei gilt: ,,Das ist die große Freiheit unter GNU/Linux!". 4.4. Nun beginnt der einfachste Teil der Installation. Gehen Sie in die Küche und kochen Sie sich ein heißes koffeinhaltiges Getränk. Das Kopieren der Dateien soll zwischen 10 und 40 Minuten dauern. (bei mir brauchte es circa 20 Minuten) 4.5. Es folgen nun einige Fragen zur Netzwerkeinrichtung. 4.5.1. smail ein Mailserver Bei smail handelt es sich um einen Mail Transfer Agent (MTA). Um normale Pop3/IMAP Emails abzuwickeln, wird ein MTA nicht benötigt. Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt feststellen, dass Sie smail doch benötigen, dann können Sie immer noch zu apt-get greifen und sich beliebige Software in Ihr Debian-System nachinstallieren. 4.5.2. SSH stellt sicheren Remote Zugriff zu diesem System her 4.5.3. samba stellt Netzlaufwerke und Netzwerkdrucker für Windows-Clients zur Verfügung 4.5.4. cups Druckerunterstützung 4.5.5. kdm startet den graphischen KDE-Login per Voreinstellung 4.5.6. Sie werden nach einem hostnamen für Ihren Rechner gefragt. 4.5.7. Möchten Sie eine IP-Adresse per DHCP zu Verfügung gestellt bekommen? 4.6. Sie werden nun nach den Passworten für ,,root" und den Standard-User ,,knoppix" gefragt. 4.7. Als nächstes wir der Bootloader eingerichtet. Lassen Sie Lilo (Linux-Loader) in den MBR (Master Boot Record) schreiben. 4.8. Benötigen Sie eine Boot-Diskette? Sie entscheiden, ob Sie eine brauchen... 4.9. Neustart des Systems. 5. Nach einem Neustart steht Ihnen nun Knoppix zur Verfügung 6. Nach dem Bootvorgang sehen Sie, sofern Sie kdm installiert haben, einen graphischen Login-Bildschirm. 6.1. Loggen Sie sich als Benutzer ,,knoppix" ein, und verwenden Sie das Passwort, welches Sie während des Installationsprozesses angegeben haben. 6.2. Während des ersten Login-Vorgangs startet automatisch ein Konfigurationswerkzeug für die Einrichtung der Lokalisierungsdaten. 6.2.1. Wählen Sie im ersten Dropdown-Menü Zentraleuropa und im nächsten Deutschland aus. Klicken Sie dann auf ,,Nächster". 6.2.2. Im nächsten Schritt stellen Sie das Systemverhalten ein. Wie gesagt, unter Linux haben Sie die Wahl! Stellen Sie es sich also so ein, wie Sie sich am wohlsten fühlen und klicken Sie auf ,,Nächster", um zum nächsten Einrichtungsschritt zu gelangen. 6.2.3. Zu diesem Schritt gibt es wohl nicht viel zu sagen. Mit einem langsameren Rechner sollten Sie diesen Regler etwas zurücksetzen, mit einem schnellen Rechner haben Sie die freie Wahl. 6.2.4. Nun bestimmen Sie noch das Design von KDE, klicken einmal auf ,,Nächster" und einmal auf ,,Abschließen" und schon geht es los! Ach so, sollten Sie diesen Assistenten noch einmal ausführen wollen, dann rufen Sie ihn über den Punkt Einstellungen --Einrichtungsassistent im K-Menü erneut auf. 7. Anfänger sollten nun vielleicht zunächst die wirklich vorzügliche ,,Selflinux"-Anleitung lesen, welche auf dem Desktop bereitliegt (die mit dem Pinguinsymbol). 8. Weiterhin kann man mit den Assistenten, welche sich alle im K-Menü finden lassen (augenscheinlich von Red Hat entliehen) die ISDN-Karte oder den Drucker einrichten, oder einen neuen Benutzer (für den eigenen Namen) anlegen. Doch Vorsicht, schauen Sie sich an, welchen Gruppen der User Knoppix angehört, und richten Sie diese auch für einen normalen Benutzer ein. Löschen Sie den Knoppix User erst, wenn Sie sicher sind, das Sie ihn wirklich nicht mehr brauchen, um irgendwas nachzusehen. 9. Sollte Ihnen das mitgelieferte Softwareangebot nicht mehr reichen oder sollte Ihnen etwas fehlen, so installieren Sie einfach mit Hilfe von apt-get install Debian-Pakete nach. Entweder aus dem Internet, oder Sie besorgen sich den Debian-Woody Installationssatz. So, an dieser Stelle möchte ich abschließen, da der Profi ohnehin weiß, was zu tun ist und der Anfänger noch eine Menge zu lesen vor sich hat. Ich wünsche allen Anfängern (für die ist diese Anleitung eigentlich gedacht), aber auch allen anderen einen guten Start in die sicherlich sehr aufregende und neue Welt von GNU/Linux. |